Mittwoch, 14. März 2012

1. Hilfe beim Zahnen




Zahnen. Das Thema, mit dem sich Eltern früher oder später sicher auseinandersetzen müssen. Durchschnittlich sagt man das der 1. Zahn mit ca. 6 Monaten durchkommt. Es gibt aber auch Kinder die bereits mit ein oder zwei Zähnchen geboren werden. Bei Kindern ist alles normal nur nicht der Durchschnitt. Jeder Zwerg hat sein eigenes Tempo und somit auch sein eigenes Empfinden. Gerade bei den Zähnen sind die meisten Kinder individuell schmerzempfindlich. Bei manchen bemerkt man gar nichts, wieder andere haben große Probleme mit dem Zähne bekommen. Das ist aber von Zahn zu Zahn auch noch einmal unterschiedlich.

Knallrote geschwollene Wangen sind bei uns ein sicheres Indiz für einen  neuen Zahn. Schon Wochen bevor dieser zu sehen ist, läuft mein Söhnchen "glühend" durch die Gegend. Begleitet von Fieberschüben, Unruhe und dauerhafter "Speichelei".

Hier einige Symptome die auf das Zahnen schließen lassen:


  • Unruhe
  • rote, geschwollene Wangen
  • Fieber 
  • Durchfall
  • Blähungen
  • extremes Sabbern (am besten ein kleines Halstuch tragen)
  • Appetitlosigkeit
  • alles wird in den Mund gesteckt (sogar ganze Kinderhändchen)
  • Quengeln
  • Anhänglichkeit



Der kleine Herr Schnibli hat große Probleme mit dem Zahnen. Ich bin ständig auf der Suche nach Tipps und Mitteln die ihm diese schwere Zeit erleichtern. Folgend möchte ich einige davon vorstellen.



Osanit:
Osanit ist ein, in der Apotheke, erhältiches homöopathisches Arzneimittel bei Zahnungsbeschwerden. Es sollte gut eine halbe Stunde vor oder nach dem Essen eingenommen werden. Ca 5 Kügelchen auf einen Plastiklöffel geben und dem Kind zum lutschen geben. Diese wirken bei uns sehr gut.(erhältlich in der Apotheke)

Chamomilla Globuli D6:
Diese Globuli werden aus Kamille hergestellt und wirken ebenfalls sehr gut bei Zahnungsbeschwerden sowie bei Unruhe.(erhältlich in der Apotheke)

Dentinox:
Das ist ein Zahnungsgel, welches leicht nach Kamille schmeckt und auf das zahnende Zahnfleisch aufgetragen, einen tauben Effekt hinterlässt. Es besteht aus: Kamillen-Tinktur, Lidocainhydrochlorid, Polidocanol (600). Mein liebster Herr Schnibli findet es so lecker, dass es sofort von meinem Finger gelutscht wird und ich gar nicht erst dazu komme es auf die betroffene Stelle zu schmieren. Wir nehmen es nur im Notfall und sind von der Wirkung nicht sehr überzeugt. Aber es macht das Kind in diesem Moment glücklich und das zählt. Bei solchen Gels darauf achten, dass sie keinen Zucker enthalten!(erhältlich in gut sortierten Drogeriemärkten und sogar Supermärkten oder in der Apotheke)

Veilchenwurzel:
In Drogeriemärkten kann man Veilchenwurzeln kaufen, auf denen die Kinder dann beißen können. Sie sollen den enormen Juckreiz am Zahnfleisch lindern. Mein Sohn nimmt zum beißen alles andere nur keine Veilchenwurzeln und auch keine Beißringe.(erhältlich im Drogeriemarkt)

Beißringe:
Beißringe gibt es in den unterschiedlichsten Formen, Farben und Funktionen. Zum kühlen, mit Noppen oder glatt. In Drogeriemärkten sowie in Kinderfachgeschäften findet man eine große Auswahl an Beißringen.
Wie oben schon erwähnt ist mein Sohn kein großer Fan dieser Plastikfiguren. Es könnte allerdings sein das er einfach schon zu alt dafür ist?!(erhältlich in Drogeriemärkten, Supermärkten, Apotheken, Kinderfachgeschäften)

Gekühlte Möhren oder Gurken:
Eine Möhre oder Gurke aus dem Kühlschrank schälen und zum darauf herumbeißen anbieten. Kühlt das geschwollene Zahnfleisch. Aber Achtung!!! Das Kind nicht unbeaufsichtigt lassen, da es mit bereits vorhandenen Zähnchen Teile abbeißen kann und sich daran verschlucken könnte.

Nasser Waschlappen:
Kühlt und es scheint Spaß zu machen darauf herumzukauen. Die günstige Alternative zum Beißring.

Eiswürfel:
Kleine Stückchen Eis lutschen hilft gegen die Schwellung. Dazu Wasser in Eiswürfelformen gefrieren. Einen Eiswürfel mit einem Hammer zerkleinern und die kleinen Stückchen füttern. Hält zwar nicht lange an, lenkt aber ein bisschen von den Schmerzen ab.

Bernsteinkette:
Diese gibt es für circa 7 Euro im Drogeriefachmarkt. Über die Wirkung des Bernsteins als Zahnungshelfer gibt es unterschiedliche Meinungen. Ich enthalte mich bisher einer Meinung, da wir es schlicht und einfach noch nicht ausprobiert haben. Das werden wir demnächst aber tun.(erhältlich in Drogeriemärkten, Apotheken, Kinderfachgeschäften)

Tuch um den Kopf:
Angeblich soll auch ein leicht um den Kopf gebundenes Tuch helfen. Da begleitend zum Zahnen wohl auch Kopfschmerzen auftreten sollen. Bisher haben wir es noch nicht versucht, da ich dieser Methode bisher etwas skeptisch gegenüber stand. Ich würde es nicht ohne Aufsicht anwenden, da ich Angst hätte, dass sich mein Sohn das Tuch um den Hals bindet, wenn es rutscht. Aber beim nächsten großen Schub, werden wir diese Methode wohl doch einmal ausprobieren und davon berichten.

Wenn du noch mehr Tipps hast oder interessante Erfahrungen mit unterschiedlichen Methoden die beim Zahnen helfen, dann schreibe mir doch und ich kann meine Liste erweitern.


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